Weitere Rezensionen

Martina Trumpp - Presse

Die Geige knurrt und schluchzt

Wie kommt eine mit vielen Preisen ausgezeichnete junge Geigenspielerin ausgerechnet nach Gemünden, zu einem Schulkonzert ins Friedrich-List-Gymnasium? Diese Frage beantwortete Geografielehrer Roland Königer am Schluss des Konzertes am Montagabend, nachdem der lang anhaltende Applaus für Martina Trumpp nachgelassen hatte: Sie hatte nach einem Geographiestudium ihr Praktikum am Gemündener List-Gymnasium absolviert und zusammen mit Königer unterrichtet, bevor sie sich für die Musik entschied. „Für die Schule ist es schade, für die Musik ein Segen“, meinte er humorvoll. [...] Dann kam der Star des Abends, ohne großen Auftritt, sympathisch, nahe an den Zuhörern. Martina Trumpp ließ von den ersten Strichen des Bogens über die Saiten ihr Instrument singen, spielte sehr konzentriert und strahlte dabei gleichzeitig die souveräne Lockerheit aus. Und locker formte sie alle Facetten der vorgetragenen Werke zu einem ganzen Klangerlebnis. Wehmütig, fast klagend begann das Zigeunerstück aus dem Czardas von Vittorio Monti. Der Czardas stellt mit einem miterlebbaren Wechselbad der Gefühle, bis hin zu den geradezu nur noch sphärisch vernehmbaren Tönen, für jeden Geiger eine Herausforderung dar. Eine Stunde lang verwandelte Trumpp die Aula in eine Konzerthalle. Ein spritziger erster Satz aus dem fünften Violinkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart trug dazu bei, genau wie der ausdrucksstarke dritte Satz aus der Solosonate von Johann Sebastian Bach in a-Moll. Getragen, aber doch für ein Beethovenwerk verspielt und leicht, folgte die Romanze in F-Dur, bevor sie mit einer Zigeunerweise von Paplo de Sarasate, einem spanischen Geigenvirtuosen und Komponisten des 19. Jahrhunderts, ihre Zuhörer in Staunen versetzte. Im Zigeunerwald hörte man tiefes Schluchzen, Knurren und dann wieder helles Vogelgezwitscher. Alle Techniken, die auf dem Instrument möglich sind, führten zu einem wahren Feuerwerk der Töne, während der Bogen zauberhaft leicht und gelegentlich atemberaubend schnell über die Saiten flog.

Fasziniertes Publikum

Im Kontrast dazu zeigte die Künstlerin zum Schluss beim „Salut d' amour“ von Edward Elgard noch einmal Einfühlungsvermögen und Vielseitigkeit. Wie fasziniert das Publikum war, beweist die Tatsache, dass es bei jedem Stück lange mit dem Applaus zögerte, um noch die letzten Schwingungen verhallen zu lassen.
(Mainpost, 17.5.2010)

Musikalische Schwergewichte

Das Tripelkonzert erfordert vor allem in den beiden Streicher-Soli virtuose Könner. Der Klavierpart, ursprünglich für Beethovens Schüler Erzherzog Rudolf von Österreich geschrieben, ist technisch nicht auf dem gleichen Niveau angesiedelt, hält aber gestalterisch sehr reizvolle Aufgaben bereit: Mal als Echo, mal als Spiegel oder Schiedsrichter, begleitet und deutet das Klavier das Tun und Treiben der beiden anderen Solo-Stimmen. Schwindt agierte durchweg mit der nötigen Souveränität und Abgeklärtheit.
Geige und Cello umgarnen sich

Faszinierend und kaum geschmälert von gelegentlichen, minimalen Unschärfen indes die Leistung der beiden Streicher-Soli: Im Kopf-Allegro entspann sich ein von beiden Seiten sehr selbstbewusst-kapriziös gehaltener Dialog, mit dem sich Geige und Cello einander klanglich umgarnten, in der Grundhaltung etwas an einen Tango erinnernd. Noch gesteigert wurde dieser Eindruck im Largo: Wie eine kompliziert und elegant gebaute Doppelhelix interagierten Geige und Cello, entwickelten beseelte Kantilenen. In der Einzelwertung bestach Martina Trumpp mit nahezu perfekt bewältigten bogentechnischen Raffinessen, Simon Eberle mit einem bezaubernd hellen, violinesken Ton, der einen stellenweise vergessen ließ, dass man es mit einem Cello zu tun hatte. Im Schluss-Rondo
«alla Polacca» entwickelten alle Beteiligten einen temperamentvollen, süffigen höfischen Glanz,
der durch die eingestreuten dunklen Passagen nicht ins Oberflächliche abglitt. (Allgäuer Zeitung, 7.12.2010)

Traumschöner Abend voller Leidenschaft
und Sehnsucht

Von Monika Neumann - Nordhorn. Romantik im besten Sinne des Wortes erlebten die Zuhörer des Kammerkonzertes der „pro nota“-Reihe am Sonnabend im Kloster: leidenschaftliches, gefühlvolles Spiel, gelegentlich sehnsüchtig zart, meist aber energiegeladen und kräftig. Martina Trumpp (Violine) und ihre Truppe (Alejandro Aldana, Violine; Fernando Arias, Viola; Felix Thiedemann, Violoncello und Clemens Teufel, Klavier) bilden den Kern „des Frankfurter Ensembles“, eines Kammermusikensembles der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt, das in wechselnden Besetzungen arbeitet. Sie begannen das Konzert als Streichquartett mit dem „Amerikanischen“ von Antonin Dvorak (Nr.12 F-Dur, op.96) und nahmen im zweiten Teil Robert Schumanns Klavierquintett Es-Dur op. 44 in Angriff. Wer als Ensemble ernst genommen werden will, muss zuallererst ein solides technisches Fundament unter alle gefühlsmäßigen Höhenflüge legen. Dann folgen präzises Zusammenspiel und gut durchdachte gemeinsame Interpretation der Noten. Wenn das alles gut läuft, darf die Gunst des Augenblicks genutzt werden, um ein klein wenig nachzuwürzen – erkennbar zum Beispiel an den geschlossenen Augen der Geigerin wenn das Flageolett besonders fein werden soll; am erwartungsvollen Vorbeugen des Cellisten, bevor er voller Intensität ganz weich zupft und natürlich am Grinsen des Bratschers bei einem besonders saftigen Einsatz. Technik und Zusammenspiel waren fast immer perfekt – von Anfang an bestach die Präsenz der Streicher, die mit intensiver Kommunikation ein spannendes Miteinander schufen. Im Dvorak war der Ensembleklang weit: tiefer runder Celloton, warme Bratschenklänge, eine stabile, volle zweite Geige und darüber strahlend Martina Trumpps 1. Geige, die mit Leichtigkeit und Flexibilität über den anderen schwebte. Beim Schumann tauschten die Geiger die Plätze, so dass der Gesamtklang voller wurde, obwohl Alejandro Aldana ebenso hoch spielte, wie zuvor seine Kollegin. Das Klavier nahmen sie gerne in die Mitte, wo sich Clemens Teufel weich und geschmeidig einfügte. Die Interpretation beider Stücke war geprägt von maximalem Kontrast zwischen Leidenschaft und Sehnsucht, stets in feiner Abstimmung unter den Spielern. Insgesamt lebte das Konzert von der fröhlichen Energie, die alles durchzog und sobald eine sehnsüchtige lyrische Stelle endete, sofort wieder Spannung und Kraft beben ließ. Es machte den Interpreten sichtlich Spaß alles aus ihren Instrumenten herauszuholen und auch die Grenzen der Verständigung mit energischem Rubato auszutesten. Gewonnen haben nicht nur die Zuhörer (einen traumschönen Abend) und die Stücke (eine wirklich angemessene Interpretation), sondern auch die Musiker: die Gewissheit mit vollem fröhlichem Einsatz das Publikum so begeistern zu können, dass nach dem furiosen Ende des Klavierquintetts noch ein beruhigendes Stückchen 2. Satz als Gute-Nacht-Zugabe nötig war. (Grafschafter Nachrichten, 3.11.2010)

Martina Trumpp - Uffenheim
(FLZ, 12.5.2009)

Geigenvirtuosin im Kloster Plankstetten

Als Martina Trumpp am Ende des Konzerts ohne ihr Instrument dastand, konnte man sehen, was man während ihres Auftritts schon längst vermutet hatte: Kloster Plankstetten - Martina Trumpp Die Geige wird zu einem Teil ihres Körpers, zu einem Teil ihrer Existenz. Sie hinterlässt Spuren auf ihrer Haut, die roten Flecken sind deutlich zu sehen, wenn sie dasteht und das Publikum ehrfürchtig Beifall klatscht. Und nur diese Spuren auf der Haut verraten, dass die 22-Jährige viel geleistet hat. Denn sehen konnte man auch davon nichts. Beim Zuhörer bleibt die Wahrnehmung, dass es nichts selbstverständlicheres und leichteres gibt, als diese Musik zu spielen. Auch wegen dieser Art zu spielen, die weit entfernt von jeglicher körperlicher Befindlichkeit ist, trägt sie den Titel „Virtuosin“.

Dass die hochgelobte und inzwischen auch mit mehreren renommierten Preisen hochdekorierte Musikerin erneut der Kleinstadt Berching die Ehre gegeben hat, ist der Initiatorin der Reihe „Klassik im Kloster“, Dr. Manuela Jahrmärker zu verdanken, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, jungen Talenten Auftritte vor kleinem Publikum zu ermöglichen, abseits der großen Konzertsäle Martina Trumpps Stern sei längst aufgegangen, so lautet das allgemeine Urteil über sie. Dass sie dennoch noch einmal nach Plankstetten gekommen ist, ist umso höher einzuschätzen.

Naturgemäß etwas in den Hintergrund tritt die Pianistin Barbara Anton-Kügler. Dennoch ist es ein Erlebnis für sich, ihre Stimme isoliert anzuhören, und sie nicht nur als Begleitung wahrzunehmen. Sie gibt den zum Teil wilden Passagen der Violine das stützende Fundament und betont eindrucksvoll den Charakter des Pianos. Wo eine Geige seine Grenzen im Forte findet, ist das Piano noch längst nicht am Ende der Lautstärkenvariation angekommen. Keine Sekunde lang lassen sich die beiden aber auf einen derartigen Wettstreit ein, sondern finden das rechte gemeinsame Maß, das sie sehr deutlich spielen. Mit klarer Dynamik bekommt ihr Vortrag Struktur und ihre Musik eine Botschaft.
(Mittelbayerische, 1.12.2008)


Martina Trumpp - Neustadt
(FLZ, 27.1.2010)


Einfallsreiche Violinsoli

Nördlingen (emy) - Es ist bereits eine bewährte Tradition, dass die Dirigenten des Oettinger Kammerorchesters, in diesem Fall Harald und Günter Simon, jungen Künstlern das Podium des Oettinger Schlosses bieten, um in dem wiederum voll besetzten Festsaal zu konzertieren. Die aus Ansbach stammende Violinistin Martina Trumpp war offensichtlich von dieser Gelegenheit so motiviert, dass sie mit ihrer hervorragenden Leistung mit dem beliebten und ob seiner Originalität und seines Ideenreichtums besonders schönen „A-Dur-Violinkonzert“ W.A. Mozarts das Publikum begeisterte. Das Violinkonzert atmete bereits zu Beginn eine andere musikalische Aura, denn schon die ersten Töne kündigten an, dass dieses sehr oft gespielte Konzert den typischen Mozart ausweist, mit höchster musikalischer Kreativität und emotionaler Ausstrahlung. Die dabei zum Ausdruck kommende Musikalität griff auch auf das Orchester über, das mit der Violinsolistin unter der bestimmenden Leitung Harald Simons sehr eingehend musizierte.

Viel Gespür

Martina Trumpp gestaltete das den ersten Satz bestimmende Liedthema sehr eindrücklich und mit viel Gespür. Mit ihren großen spieltechnischen Fähigkeiten bestach sie bei den eingefügten solistischen Herausforderungen, aber auch mit einer innigen Tongebung im Adagio-Satz.

Eine geniale Darstellung eines Kulturgegensatzes gelang Mozart mit dem Rondeau, wenn er in die sittsam elegante höfische Musik die orientalische Janitscharenmusik einbrechen lässt, wenn das Menuett im Mittelteil in einen hypnotisch-gleichförmigen Rhythmus fällt, die Streicher „con legno“ mit ihren Instrumenten türkische Pauken imitieren und die Sologeige die näselnde Schalmei nachahmen muss.

Unnachahmliche Variationen

Glücklicherweise kehrte er wieder zum Menuett zurück und man erlebte unnachahmliche mozartsche Variationen und einfallsreiche Violinsoli, für die Martina Trumpp den herzlichen Beifall der Zuhörer erhielt und dafür eine durch alle Lagen eilende „Caprice alla Saltarella“ des polnischen Geigenvirtuosen Henryk Wieniawski als Zugabe brachte. (Augsburger Allgemeine, 13.10.2008)


Martina Trumpp - Volksschule


Junge Musiker begeistern mit alter Musik

Sie ist 21 und Violinistin, er 20 und Klarinettist: Martina Trumpp und Maximilian Krome, sowie das Junge Tonkünstler Orchester Bayreuth ließen Mozart und Mendelssohn-Bartholdy in höchster Vollendung erklingen.

Großartiges Violinspiel

Und mit Martina Trumpp trat nach der Pause eine weitere Solistin auf, die ebenfalls auf dem Sprung zu Weltruf sein könnte. Wie Krome begann auch sie bereits mit acht Jahren ihre Instrumentalausbildung, sodass sie auf dem Weg bis heute mehrere Preise einheimste und unter anderem mit der Klassikphilharmonie Hamburg oder den Thüringer Symphonikern vielbeachtete Konzerte gab. Umso beachtlicher, weil Trumpp auch noch ein Mathematikstudium absolviert. Das dreisätzige Werk hat sie mit sprühender Frische und Mendelssohns charakteristischer Romantik unvergleichlich präsentiert - und selbstverständlich auch auswendig. Welch hoher Standard bei jungen Solistin heute Gang und Gäbe ist, zeigten Krome und Trumpp eindrücklich auf.
Zwei junge Solisten haben zwei großartige Werke
einfühlsam und wunderbar interpretiert. [...]
(Saganserländer (Schweiz), 12.8.2008)


Martina Trumpp - Ettlingen
(Badische Neueste Nachrichten, 18.5.2009)


Vom großen Meister unbeeindruckt
Solo-Geigerin Martina Trumpp begeistert
Detmold (Nv) Wie man die Begeisterungsfähigkeit junger Menschen in richtige Bahnen lenkt, zeigte das riesig besetze Kreisjugendsinfonieorchester (KJO) aus Herford in der Christuskirche. Solo-Star des Konzerts aber war die 21-jährige Geigerin Martina Trumpp , die das gefürchtete Violinkonzert von Johannes Brahms mit Bravour bewältigte.

[...] Star des Abends war unbestritten Martina Trumpp. Ganz in diesem Sinne bewältigte sie als wahres Energiebündel nach dem aberwitzig schwierigen ersten Einsatz auch das immer neu variierte Grundthema des monumentalen ersten Satzes. Im Dialog mit dem Orchester trat im Adagio auch auch eine unendlich zarte, schmeichlerische Süße zutage, die nie überzogen wurde. Ihr aufs Feinste ausdifferenzierte Spiel von schwebender Leichtigkeit wandelte sich im letzten Satz in pathetisch-aggressive Kraft bei extrem anspruchsollen, dramatisch-virtuosen Skalenläufen.
(Lippische Landeszeitung, 23.6.2008)


Uffenheim - Presse
(FLZ, 12.10.2010)


KJO präsentiert beeindruckendes Ergebnis intensiver musikalischer Arbeit

[...] Weiter ging es mit einer beeindruckenden Interpretation des technisch und musikalisch sehr anspruchsvollen Violinkonzertes. Vor allem mit dem über 20 Minuten langem ersten Satz konnte die 1986 geborene Geigerin Martina Trumpp zusammen mit dem Orchester überzeugen. Mit ihrem sehr abwechsungsreichen Klang ( in hohen Lagen brillant, hell und klar - in tiefen Lagen voluminös, warm und sehr intensiv), ihrem technischen Können und letztendlich mit sehr gutem Zusammenspiel mit dem Orchester gestaltete sie eine schlüssige, runde und mitreißende Interpretation des ersten Satzes. Auch die folgenden Sätze waren durchaus gut gestaltet und angemessen darbegoten, jedoch ging leider vor allem im zweiten Satz einiges von der Intensität und Spannung, die im Allegro non troppo durchweg vorhanden waren, verloren, was vielleicht auch an den intonatorischen Schwierigkeiten des Bläsersatzes liegen konnte. Am Schluss des Konzertes war allerdings nichts mehr von diesen Irritationen zu merken und das Publikum war so begeistert, dass die Solistin noch eine Zugabe spielte: Ein sehr passend ausgewähltes Andante aus einer Solosonate von Johann Sebastian Bach, bei dem sich der Klang wunderbar, fast hypnotisierend, in der Kirche entfaltete. (Lippe aktuell, 25.6.2008)


Jungmusiker zeigen viel Temperament

[...] Für das zweite Werk des Abends hatte das Orchester Martina Trumpp verpflichtet, die mit ihrem enormen Talent bereits vielfache nationale und internationale Auszeichnungen erhalten hat. Mit dem Violinkonzert von Johannes Brahms hatte sich die Künstlerin eines der schwierigsten Solokonzerte ihres Genres ausgesucht. Eine wirkliche Herausforderung für die Solistin und das Orchester. Aber bereits nach den ersten Tönen merkte man, das alle perfekt "im Werk standen" und mit hoher Konzentration und großem musikalischen Feingefühl dieses herrliche Werk interpretierten. Martina Trumpp bewältigte das gesamte Werk mühelos auswendig. Mit einer traumhaften Sicherheit in der Technik und einem sicheren Gespür für eine ausgewogene Interpretation intonierte sie ihre diffizile Partie. Der warme, frei schwingende Ton ihrer Pietro Pallotta-Violine konnte sich unter ihrem einfühlsamen Spiel perfekt entfalten. Im dritten Satz, der technisch sicherlich der anspruchsvollste dieses Konzertes ist, zeigte sie nicht die kleinste Unsicherheit, sondern ein perfektes, ausgereiftes Können, das sich im Laufe ihrer Solokarriere sicherlich zur Meisterschaft vollenden wird. Das Orchester bildete bei diesem Konzert ihren aufmerksamen Gegenpart, der in allen Tempo- und Dynamikschattierungen sich mit der Solistin auf einer musikalischen Ebene traf und sich zu einem äußerst reizvollen Gesamtklang vereinigte.Hier zeigten sich die Früchte der intensiven Probenarbeit und das besondere Geschick des Dirigenten Siegfried Westphal. Mit seinem sehr präzisen Dirigat führte er seine jungen Musiker mutig und wohl strukturiert durch die schwierigen Werke des Abends. [...] (Herforder Kreisblatt, 7.6. 2008)


Ansbach - Presse
(FLZ, 23.1.2009)


Bühne für tolle Talente

[...] Der Höhepunkt des zweiten Teils war dann unter anderem das Mozart-Konzert für Violine-Solo und Orchester in G-Dur. In drei Sätzen zeigte die junge Solistin Martina Trumpp eine sehr dynamische und temperamentvolle Interpretation. Kraftvoll spielte sie die zahlreichen Läufe und Triller und ging in ihren Solo-Passagen völlig auf. [...] (Rheinische Post, 22.1.2008)


Jugendliche Risikofreude

Hochexpressive Schostakowitsch-Interpretation

ANSBACH – Es gibt sie noch, die Momente der Entdeckung im sonst recht gleichförmig laufenden Klassikbetrieb. Das im Frühjahr gegründete Würzburger Streichquartett ist so eine nicht alltägliche Entdeckung. In der Reihe „Podium junger Künstler“ vermittelten die vier Musiker am Freitag bei „Kultur am Schloss“ im Ansbacher Onoldiasaal die schönsten Eindrücke, die Kammermusik zu bieten hat. Man sieht Martina Trumpp (Violine), Marcus Tanneberger (Violine), Stefan Knies (Viola) und Arian Teuffel (Violoncello) auf den ersten Blick ihre Risikobereitschaft nicht an. Aber es gibt sie wohl selten, die Künstler die sichtrauen, ein Konzert mit einem Streichquartett von Dimitri Schostakowitsch zu beginnen. Die Vier trauen sich, und wie. Mit welcher berührenden Hingabe und reifem Ausdruck, mit welchem Übermaß an Musikalität und Natürlichkeit lassen sie das bestürzende D-eS-C-H Motiv des ersten Satzes aus dem achten Streichquartett erklingen. Der tieftraurige Grundgedanke dieses Werkes, das letztendlich ein selbst gesetztes „Grabdenkmal“ darstellt, erklang auf fast unheimliche Weise glaubwürdig. Da lag so viel Düsternis, Entsetzen und Tränen in den melodischen Bögen, das Largo war bitter und schmerzerfüllt. Die talentierte Ansbacher Geigerin Martina Trumpp gab vor allem in den schnellen Sätzen alles und integrierte sich zugleich perfekt. Mit Joseph Haydns „Sonnenaufgangsquartett“ B-Dur op. 76/4 kam vor der Pause ein eingängiges, spritziges Stück zum erklingen. Das Zusammenspiel klappte gut, es entfaltete eine Art jugendlicher Klangzauber, der sich langsam auch auf das von Schostakowitsch noch schier erschlagene Publikum übertrug. Und wenn man von Zauber spricht, dann sollte man sich das kleine Virtuosenstück des norwegischen Komponisten Johan Halvorsen „Passacaglia für Violine und Viola“ nach Motiven von Georg Friedrich Händel merken. Und vor allem die beiden Ausführenden, den Geiger Marcus Tanneberger und den Bratschisten Stefan Knies. Unbeschwert gelang ihnen die stilistische Verschmelzung schlichter skandinavischer Romantik mit barocker Opulenz. Eindrucksvoll Marcus Tanneberger. Sein präzises und doch lustvolles Musizieren wurde mit anhaltendem Applaus honoriert. Mit Antonín Dvoráks Streichquartett F-Dur op. 96 auch „das Amerikanische“ genannt, zeigten die vier jungen Künstlern noch einmal alles, was in ihnen steckt. Bewundernswert wie sich die beiden Geigen im langsamen Satz feinfühlig ergänzten, wie ausbalanciert die dialogische Gleichwertigkeit mit Bratsche und Cello gelang und nicht zuletzt, wie natürlich und gefühlvoll sie Dvoráks heiteren, taufrischen Streicherklang entfalten konnten. So klingt einfache Glückseligkeit. Marion Etienne (FLZ, 12.12.2007)



Das Würzburger Streichquartett mit von links Martina Trumpp, Marcus Tanneberger, Stephan Knies und Arian Teuffel in der evangelischen Kirche zu Wißmar.

Zum Auftakt mit Musik der Extraklasse verwöhnt

Das Würzburger Streichquartett Würzburger Streichquartett spielt auf hohem Niveau zur Eröffnung der 20. Winterkonzerte

WETTENBERG (eil). Über 150 Zuhörer ließen sich die Eröffnung der 20.Saison der Wettenberger Winterkonzerte in der Wißmarer Kirche nicht entgehen und wurden mit einem Konzert der Extraklasse verwöhnt, für das das Würzburger Streichquartett verantwortlich zeichnete. Die vier jungen Musiker Martina Trumpp und Marcus Tanneberger (Violine), Stephan Knies (Viola) und Arian Teuffel (Violoncello) musizierten auf einem meisterlichen Niveau, beherrschten ihre Instrumente zu jeder Sekunde und belegten einmal mehr eindrücklich, dass von vier Streichern vorgetragene sinfonische Musik ein absolutes Erlebnis ist. Zumal die Werkauswahl in völlig unterschiedliche Stimmungs- und Lebenslagen ihrer Komponisten entführte. So ist es vor allem nach der Erfahrung der Musiker selbst keine Selbstverständlichkeit, dass Dimitri Schostakowitschs um 1960 entstandenes Streichquartett Nr. 8 in c-Moll Opus 110 an den Beginn eines Kammerkonzertes gesetzt wird. Ablehnung und Anerkennung lagen bei Schostakowitsch dicht beieinander. In einer solchen Phase entstand das die Wettenberger Winterkonzerte 2007/2008 eröffnende Streichquartett.

Das Streichquartett Nr. 8 in C-Moll lässt überwiegend die Noten d,s,c und h - die Anfangsbuchstaben von Vor- und Nachname des Komponisten - erklingen. In Schwermut zieht sich das Gedenken an die Opfer der Kriege als Thema durch alle Sätze. Die Tragik aus dem ersten Satz versucht der zweite Satz ins Tänzerische zu verheitern. Spätestens im dritten Satz stellt sich aber der Ansatz zum Heiteren als vermeintliche Unbeschwertheit heraus, die in den beiden letzten Sätzen dann in die Katastrophe münden. Wunderbar umgesetzt und "gelebt" von den vier Jungen Musikern.

Der große österreichische Komponist Joseph Haydn schuf 104 Sinfonien und 83 Streichquartette. Das Würzburger Streichquartett ließ in Wißmar in diametraler Stimmungslage zu Schostakowitsch jenes Viersätzige in B-Dur, Opus 76 aus dem Jahr 1797 erklingen. Als "Sonnenaufgang" ist der erste Satz in die Literatur eingegangen, weil sich sein Thema aus verhülltem Dämmern durch eine Steigerung allmählich zu farbenprächtiger Helligkeit aufklart. Das Adagio (2. Satz) erhebt sich zu hymnischem Gepränge. Das Menuett (3. Satz) mit seinem Trio ist freudig beschwingt und das Rondo (4. Satz) unbeschwert heiter.

Nach der Pause stand das Streichquartett in F-Dur Opus 96, das 1893 komponierte "Amerikanische Streichquartett", von Antonin Dvorák auf dem Programm. Aus den Melodien der vier Sätze spricht überdeutlich die große Sehnsucht des seinerzeit 52-Jährigen nach der Heimat und dem böhmischen Musizieren. So mischen sich in jedem Satz exotische Fünftonmusik mit heimischen Rhythmen. Auch hier gelang es den vier famosen jungen Streichern, die von Dvorák in Klänge gekleidete Stimmung geradezu fassbar, fast plastisch zu vermitteln. Im Übrigen: Dieses "Amerikanische Streichquartett" erklang auch bei den ersten Wettenberger Winterkonzerten 1987 - ein Kreis hat sich geschlossen. Die Wiederholung des zweiten Teiles des finalen Satzes aus Dvoráks Klavierkonzert als Zugabe zur Zugabe nach dem langanhaltenden Beifall einmal beiseite gelassen, handelte es sich bei der eigentlichen Zugabe um das wohl bekannteste Tonkunstwerk von Joseph Haydn: die 1797 entstandene Kaiserhymne "Gott erhalte Franz den Kaiser", die dann mit der 1841 auf Helgoland entstandenen Dichtung Hoffmann von Fallerslebens sehr rasch großen Bekanntheitsgrad erlangte. 1922 wurden Hoffmanns Text und Haydns Melodie zur Nationalhymne erklärt. Das Streichquartett verlieh dem besonderen Lied in seiner Interpretation die gebührende Würde.

Am Ausgang wurde von den Besuchern eine Spende erbeten, die - wie auch bei den noch folgenden drei Winterkonzerten bis Ende März - für die Erhaltung kirchlicher Kulturdenkmäler in Wettenberg bestimmt ist. (Gießener Anzeiger, 6.11.2007)


Wechselvolle Lichtspiele

Jüngster Klassik-Treff

Nur wenige Zuhörer, dafür aber umso mehr Applaus erreichten die Nachwuchsgeiger Marcus Tanneberger, Preisträger beim Leopold Mozart-Wettbewerb 2003, und Martina Trumpp beim jüngsten „Klassik-Treff“ im Rokokosaal der Regierung im Fronhof. Und den Beifall gab es zurecht für die hervorragend harmonierende Zweieinigkeit der beiden Musiker, ihr – selbst in virtuosesten Strecken – präzises, durchwegs rein intoniertes Spiel und die Spannung darin, die sich dann im späteren Programmteil auch mal mit entspannter Ruhe abwechseln durfte.

Aufgewühlte Dramatik nach einem galanten Dialog Etwa bei Ernst Blochs wechselvoller, barock orientierte Solo-Suite Nr.1 (1958), die für Marcus Tanneberger – im Gegensatz zu Jean-Marie Leclairs licht-galant dialogisierender Duo-Sonate G-Dur zu Beginn – maßgeschneidert schien. Denn hier verlieh das ausgeprägte Vibrato des 20-Jährigen, sein körperreicher und beseelter Ton Blochs beständig zwischen aufgewühlter Dramatik und klagender Ruhe schwankendem Werk lebendige Ausdruckskraft. Auch für Charles Auguste de Beriots dramatisch wogendes g-Moll-Duo op. 57 mit seinem wiegenden Adagio traf Marcus Tanneberger die passende Tongebung, bezauberte Martina Trumpp (21) mit hell strahlender und innig-beredter Violinstimme. In Alfred Schnittkes Duo „Moz-Art“ à la Joseph Haydns augenzwinkerndem Humor, komponiert im Jahr 1975, einem Schwanken zwischen dem zierlichem Original und verzerrt-clownesker Moderne, löste sich die bisherige Dauerspannung der beiden Musiker in sicht- und hörbare Spielfreude auf. Mit Sergej Prokofievs lyrisch gewichteter und packend gespielter Sonate für zwei Violinen C-Dur, seiner Rückkehr vom Derb-Rustikalen zum verklärten „Traum in Weiß“, schloss der inhaltsreiche Abend würdig ab.
(skn) (Augsburger Allgemeine, 30.10.2007)


Abenberg - Presse
(Schwabacher Tagblatt, 21.7.2007)



Hohe Spielkunst

RATINGEN (rp). BACHTAGE In der evangelischen Stadtkirche gastierte die Würzburger Violinistin Martina Trumpp mit einem fein abgestimmten Programm und zog die Zuhörer in ihren musikalischen Bann.

Bezaubernd jung und zart, aber alles andere als zaghaft stellte sich die kaum 20-jährige Geigerin Martina Trumpp im zweiten Solokonzert der 17. Bachtage einem Publikum, das in der Mehrzahl um den Reiz von Rezitals für ein einziges Streichinstrument wusste. In der evangelischen Stadtkirche zog die Würzburger Studentin mit ihrem fein abgestimmten Programm bald ihre Zuhörer in den Bann und hielt die Spannung bis zum furiosen Schlusston. Der für zahlreiche Violinsonaten späterer Jahrhunderte prägende „Urvater“ Johann Sebastian Bach stand auch an diesem Abend sozusagen am Portal musikalischer Welten, und die sind weitgespannt und großzügig bemessen. Martina Trumpp steckte im frei gestalteten Grave der A-moll-Sonate Räume und Möglichkeiten ab, ehe sie die dreistimmige Fuge souverän bezwang.

Inniges Andante Dem innig gespielten Andante, das wie ein Lied über der Begleitstimme schwang, folgte das virtuose Allegro, in dem die Echos gut herausgearbeitet waren. Aber nichts klang nach Arbeit, auch nicht die Kompositionen des 19. und 20. Jahrhunderts. Dafür bot die folgende Solosonate D-Dur op. 115 von Sergej Prokoffief ein weit größeres Klang- und Erlebnisspektrum in Bachs Nachfolge. Mit Begeisterung setzte Martina Trumpp in diesem Spätwerk Kratzbürstigkeit gegen romantische Sequenzen. Die traditionell gehaltenen Variationen des Mittelsatzes waren von filigraner Leichtigkeit, während der Schlusssatz wieder in seinem ganzen Kontrastreichtum präsentiert wurde. Schon vor Bach suchten Violinvirtuosen nach neuen Wegen, und so fügte sich die g-moll-Passacaglia des Österreichers Heinrich Ignaz Franz Biber reizvoll in die Programmfolge. Zwar wurden die einzelnen Figuren vielmals wiederholt, Ideen in allen möglichen Tonhöhen ausprobiert, zugleich mit perlenden Läufen und schwierigen Oktav-Parallelen aber auch ein hoher Maßstab an die Spielfertigkeit gesetzt. Für die junge, mit Preisen und Stipendien überhäufte Solistin gab es auch hier keine Hürden, vielmehr hatte sie noch Gefühl für schönen Ton.

Bedrängende Wendungen

Um so aggressiver stieg sie in die packende d-moll-Sonate des Belgiers Eugene Ysaye ein. Martina Trumpp folgte den bedrängenden Wendungen ebenso aufmerksam wie den Fragen und Seufzern der „Ballade“ und gestaltete schließlich einen verrückten Reigen der vier Elemente durch alle Lagen. Vom stürmischen Beifall führte sie in ihrer Zugabe zu Bach zurück. Die Siciliana aus der g-moll-Sonate erklang in klarer Schönheit und Fülle.

(Rheinische Post, 15.6.2007)



Leidenschaft: Mitreißende Violinenklänge

Klassisches mit Martina Trumpp und Barbara Anton-Klügler

PLANKSTETTEN (uta). „Das war Kammermusik vom Feinsten“, Plankstetten - Martina Trumpp

...sagte ein zufriedener Zuhörer beim Duoabend „Klassik im Kloster“. Die Konzertreihe erfreut sich zunehmender Beliebtheit. So lauschten nahezu 100 Gäste im Cramer-Klett-Saal Martina Trumpp (Violine) und Barbara Anton-Klügler am Klavier. Die in Ansbach geborene 20-jährige Martina Trumpp hat bereits viele Auszeichnungen erhalten. Als Solistin spielt sie regelmäßig mit dem Ansbacher Kammerorchester, dem Würzburger Kammerorchester oder auch bei der Klassikphilharmonie Hamburg. Sie fand in Plankstetten mit Barbara Anton-Klügler eine ideale Kammermusikpartnerin, die auf die Geige hörend und horchend für ein Konzert der Sonderklasse sorgte. Anton-Klügler ist seit 2002 als Lehrbeauftragte für Klavier an der Hochschule für Musik in Würzburg tätig. Martina Trumpp präsentierte sich an der Violine leidenschaftlich, mitreißend und temperamentvoll. Sie überzeugte mit einem schönen, ausgesprochen großen Geigenton und zeigte Sinn für die innere Dramatik der Musik. Sie hat mit Barbara Anton-Klügler Mozarts Sonate für Klavier und Violine mit größter Klarheit angegangen und auch die beiden Bilder „Aus der Heimat“ von Bedrich Smetana. Vor allem zeigte sie einen guten Sinn für die Phrasierung am Anfang und am Ende jedes Stücks. Bereits bei Mozarts Sonate wirkten beide Künstlerinnen beeindruckend harmonisch und wagten sich auch an das schwere Stück von Smetana mit stoischer Ruhe. Auch bei der Sonate für Klavier und Violine in A-Dur von César Franck war das Duo virtuos und orchestral zugleich. Franck gilt als schwer zu bespielen und war für die junge Pianistin eine echte Herausforderung, die sie annahm und meisterte. Bei der Oper-Carmen-Fantasie von Pablo de Sarasate glänzte die Geigen-Künstlerin erneut. Das Publikum bekam eine Zugabe aus den Melodien des englischen Spätromantikers Edward Elgar.
(Mittelbayerische Zeitung, 25.4.2007)


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